infoWAN Ignite Auslese - alles was Sie zur Microsoft Konferenz wissen müssen

infoWAN Ignite Auslese

Vom 25. bis 29. September fand dieses Jahr in Orlando die Microsoft-Konferenz Ignite statt. Unsere Consultants haben sich in die Masse der rund 30.000 Teilnehmer gestürzt und haben keine überfüllten Wege gescheut, um für Sie die wichtigsten Themen zu identifizieren. Das sind die Neuheiten:

Neue Pläne für Microsoft 365: F1 und Education

Redmond erweitert die Microsoft 365 Produktfamilie, um die Pläne F1 und Education. F1 steht für Firstline Workforce. Microsoft definiert diese als erste Ansprechpartner eines Unternehmens, die für Kunden zur Verfügung stehen. Beispiele hierfür sind Mitarbeiter an der Servicetheke, Telefonzentrale oder direkt im Laden. Microsoft 365 F1 ist im Cloud-Abonnement für 8,40 € plus MwSt. erhältlich. Weitere Details zum F1 Plan finden Sie hier:

https://www.microsoft.com/en-us/microsoft-365/enterprise/firstline.

Als Microsoft 365 Education bietet Redmond die Education-Pläne von Office 365, Windows 10 sowie Enterprise Mobility und Security als ein Produktpaket an. Als Besonderheit umfasst der Education Plan auch die Education-Edition von Minecraft. Weitere Informationen finden Sie hier: https://blogs.office.com/en-us/2017/09/25/advancing-intelligence-management-and-security-to-empower-the-modern-workplace/.

Multi-Geo-Funktion für Office 365

Mit dem Multi-Geo-Feature können Unternehmen ihren Office 365 Tenant so konfigurieren, dass er sich über mehrere Office 365 Rechenzentrumsregionen erstreckt. Für jeden Benutzer kann dann entschieden werden, in welcher Rechenzentrumsregion dessen Exchange und OneDrive for Business Daten liegen. Firmen sollen so leichter Compliance-Anforderungen hinsichtlich des Speicherortes erfüllen können.

Die Verwaltung erfolgt weiterhin zentral über eine Oberfläche. Auch ist es jederzeit möglich, den Speicherort der Daten zu ändern. Mehr über die Multi-Geo-Option erfahren: https://techcommunity.microsoft.com/t5/Security-Privacy-and-Compliance/Introducing-Multi-Geo-in-Office-365/ba-p/107016.

Compliance Manager

Auf der Ignite hat Microsoft des Weiteren den Compliance Manager angekündigt. Dieses Tool soll Unternehmen bei der Einhaltung von Compliance-Richtlinien sowie der General Data Protection Regulation (GDPR) unterstützen. Der Compliance Manager ermittelt auf der Basis eines Scores in Echtzeit, wo ein Unternehmen bei der Nutzung von Microsoft-Cloud-Services auf dem Weg zur Compliance steht und stellt Empfehlungen für erforderliche Maßnahmen sowie detaillierte Anleitungen bereit. Eine Preview-Version des Compliance Manager soll im November 2017 verfügbar sein. Weitere Informationen zum Compliance Manager finden Sie hier:

https://techcommunity.microsoft.com/t5/Security-Privacy-and-Compliance/Manage-Your-Compliance-from-One-Place-Announcing-Compliance/ba-p/106493.

Verbessertes Advanced Threat Protection (ATP)

Microsoft 365 liefert verbesserte Advanced Threat Protection (ATP) unter anderem durch ein erweitertes Anti-Phishing, optimierte Schutzmechanismen für SharePoint Online, OneDrive for Business und Microsoft Teams. Dazu gehört auch die Integration von Funktionen zum Erkennen von Identitätsbedrohungen in der Cloud und im On-Premises-Betrieb.

Neue Funktionen für Information Protection

Neue Funktionen für Microsoft 365 Information Protection helfen Kunden dabei, ihre Daten zu erkennen, zu klassifizieren, zu schützen und zu überwachen – unabhängig vom Speicherort sowie davon, mit wem sie geteilt werden. Dazu gehört ein Update der Message Encryption für den Schutz von E-Mails und Dokumenten – inklusive Mailverkehr mit Empfängern, die Dienste wie Outlook.com oder Gmail verwenden. Benutzer können selbst im Menü festlegen, ob eine E-Mail verschlüsselt wird. Bisher konnten Verschlüsselungsregeln nur zentral vom Administrator gesteuert werden.

Eine weitere Neuheit für Information Protection ist die geplante Angleichung von Labels in Office 365 und Azure. So können Administratoren leichter unternehmensweite Vorgaben umsetzen.

Teams soll langfristig Skype for Business Clients ersetzen

Microsoft hat auf der Ignite angekündigt, dass die Sprach- und Videofunktionen von Skype for Business in Teams integriert werden. Strategisch soll Teams die Hauptanwendung für Zusammenarbeit werden. Machine-Learning-Technologien wie Azure Cognitive Services und Data Services sollen die Kommunikation in Teams zusätzlich verbessern. Der Skype for Business Client soll auf Dauer durch Teams ersetzt werden.

Die Backends von Skype for Business und Teams in Office 365 werden über kurz oder lang verschmelzen. Für On Premises Umgebungen wird es weiterhin den bekannten Skype for Business Server geben.

Neue Produktnamen für Telefonie

Um potentiellen Kunden die Orientierung zu erleichtern, hat Microsoft einige Produktnamen aus dem Telefoniebereich geändert. Daher heißt PSTN Conferencing jetzt Audio Conferencing. Cloud PBX erhält den Namen Phone System. PSTN Calling hat Microsoft in Calling Plan umbenannt. Änderungen am Funktionsumfang der einzelnen Produkte gibt es nach aktuellem Stand nicht.

Tiefere LinkedIn-Integration in Office 365 und Dynamics 365

Ab sofort können Nutzer in Profilkarten Informationen aus LinkedIn-Profilen einbetten. Dies gilt für SharePoint, OneDrive for Business und Outlook Web Access.

Zudem plant Microsoft die Integration des LinkedIn Sales Navigators mit Dynamics 365 zu erweitern. So stehen Nutzern künftig über die standardisierten Widgets für die Analysen von Beziehungsnetzwerken hinaus auch frei konfigurierbare Anfragen zur Verfügung. Zudem sollen LinkedIn-InMails und -Nachrichten direkt aus Dynamics 365 for Sales verschickt werden können.

Vorkonfiguriertes Azure Stack

Die Microsoft-OEM-Partner Dell EMC, HPE und Lenovo bieten jetzt vorkonfigurierte Systeme mit Azure Stack an. Azure Stack bietet Unternehmen die Möglichkeit, Dienste der Microsoft Cloud-Plattform Azure im eigenen Rechenzentrum einzusetzen. Entwickler können eine Anwendung erstellen und diese auf Azure und Azure Stack betreiben. Dabei kommen die gleichen Schnittstellen und die gleichen Entwickler-Tools zum Einsatz. Ein einheitliches Benutzer-Portal für Azure Stack und Azure ermöglicht es ihnen, hybride Cloud-Szenarien mit geringerem Installationsaufwand umzusetzen.

Einfache Azure Kostenverwaltung

Die kürzlich von Microsoft erworbene Anwendung Cloudyn ermöglicht ein einfaches Management von Cloudkosten. Cloudyn ist jetzt in Azure integriert und steht allen Azure-Kunden kostenlos bis Juni 2018 zur Verfügung.

Gastzugänge mit Azure AD Access Reviews verwalten

Sowohl Administratoren als auch Nutzer haben die Möglichkeit, Gastnutzer von anderen Tenants einzuladen, um über Organisationsgrenzen hinweg zusammen zu arbeiten. Damit Unternehmen den Überblick über den Zugriff auf Daten behalten, hat Microsoft Azure AD Access Review angekündigt. Dieses Tool ermöglicht es, den Gast direkt anzusprechen, damit er prüft, ob er den Zugang noch benötigt. Alternativ kann ein Administrator den Sponsor im Unternehmen damit beauftragen, den Zugriff zu überprüfen. Weitere Informationen finden Sie hier: https://docs.microsoft.com/en-us/azure/active-directory/active-directory-azure-ad-controls-manage-guest-access-with-access-reviews.

ADFS Extranet Lockout Protection

ADFS sperrt den Zugang vom Extranet, wenn es zu viele Anmeldeversuche mit einem falschen Passwort gibt. Dies kann der Fall sein, wenn ein Hacker versucht, das Passwort von einem Benutzer zu erraten. Dann kann aber auch der eigentliche Benutzer nicht mehr aus dem Extranet zugreifen. Daher hat Microsoft ADFS Extranet Lockout Protection entwickelt. Diese Funktion erkennt jetzt, wenn ein Anmeldeversuch von einer Quell-IP kommt, von der aus frühere Anmeldeversuche erfolgreich waren. Von dieser Quell-IP sind weiterhin Anmeldungen zulässig, während der Zugriff von unbekannten Lokationen gesperrt wird.

Mehr dazu erfahren Sie hier: https://docs.microsoft.com/en-us/windows-server/identity/ad-fs/operations/configure-ad-fs-extranet-smart-lockout-protection

Ergänzend hierzu erweitert Microsoft die Reports in Azure AD Connect Health. Diese zeigen IP Adressen an, von denen mehrere Anmeldeversuche mit falschen Username / Passwort erfolgt sind, als in einem Grenzwert definiert wurden. Vgl. https://docs.microsoft.com/en-us/azure/active-directory/connect-health/active-directory-aadconnect-health-adfs

Neue Version des Exchange Server für 2019 angekündigt

Auf der Ignite hat Microsoft eine neue Version des Exchange Servers in Aussicht gestellt. Exchange Server 2019 wird es als On-Premises-Version geben. Eine Preview-Version des Servers wird für 2018 erwartet. Die Ankündigung finden Sie hier: https://blogs.technet.microsoft.com/exchange/2017/10/02/exchange-server-2019/

SQL Server 2017 verfügbar

SQL Server 2017 ist ab sofort für Linux, Windows und Docker verfügbar. Zudem bietet SQL Server 2017 In-Database-Machine-Learning mit Unterstützung skalierbarer Python- und R-basierter Analysen. SQL Server ist die erste komplett cloudbasierte Datenbank, die auch als On-Premises-Lösung für das eigene Rechenzentrum verfügbar ist.

https://azure.microsoft.com/en-us/blog/new-azure-advancements-remove-cloud-barriers-for-enterprises-at-ignite-2017/

Weitere Informationen

Neben den fachlichen Neuigkeiten, freuen sich unsere Consultants immer besonders über den persönlichen und direkten Austausch mit den Entwicklern und Produktmanagern auf der Ignite wie beispielsweise der „Exchange turns 21“ Abendveranstaltung. Den Informationsvorsprung, den wir auf diese Weise erhalten, nutzen wir gerne in Ihrem nächsten IT-Projekt. Wenn Sie mehr wissen wollen, wie Ihr Unternehmen von neuen Funktionen profitieren kann, sprechen Sie uns an.